Abgeklemmter Ader am Steuergerät, bitte um Hilfe.

Dieses Thema im Forum "Modelle RJ03" wurde erstellt von Jan, 9. Dezember 2016.

  1. Jan

    Jan Mitglied

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    Hallo R6ler,

    Danke für die Aufnahme in euer Forum!
    Seit ende diesem Sommer bin ich zu meinem R6 gekommen. Baujahr 1999.

    Heute habe ich vorsorglich die Gelbatterie ausgebaut. Das erste mal das ich den Sitz ab hatte. Zu meinem Erstaunen habe ich dort eine lose Ader entdeckt.
    Original komt oder geht diese aus dem Steuergerät, 6 poliger Stecker. Braun mit schwarzer Streifen und verschwindet in den Kabelbaum.
    Diese ist durchgeschnitten und Kabelbaumseitig mit Isolierband isoliert. Die Ader aus dem Steuergerät ist verlängert worden und am Ende befindet sich eine blanke Öse. Also ein den man normalerweise mit einer M5 er Schraube am Rahmen als Masse finden würde. Die Öse ist nirgendwo angeschlosse und liegt dort frei rum.

    Laut gefundener Schaltplan kommt oder geht diese normalerweise zum Ölschalter. So wie ich das sehen kann aber eher als Masse.

    Alles an der R6 funktioniert. Kann man den Ôlschalter irgendwie testen? Wo finde ich den ungefähr?

    Wenn mir jemand weiterhelfen kann wäre ich sehr dankbar. In der Suchfunktion habe ich leider nichts passendes gefunden.

    Im Voraus vielen Dank.
     
  2. Stylewalker

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    Servus,

    wenn du den Schaltplan weiter verfolgst, sieht man, dass es vom Zündschloss und schließlich von der Batterie kommt.
    Daher denke ich fast, dass die Öse vielleicht am Pluspol der Batterie befsestigt war.
    Den Ölstandschalter wirst du wahrscheinlich nur testen können, wenn du das Öl mal ablässt (beim nächsten Ölwechsel) und schaust ob die Leuchte angeht.
    Das Ölstandsrelais kannst du testen. Wie, steht auch im Werkstatthandbuch. Musst denk ich den Tank abnehmen um an die Steckverbindung zu kommen.
     
  3. Jan

    Jan Mitglied

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    Hallo Stylewalker,

    Danke für deine rasche Antwort.
    Wie aus den Text zu lesen ist das originale Kabel getrennt worden. Die neue Ader mit Öse wurde mittels Schrumpfschlauch verbunden.
    Alles sieht aus das es vom Laien oder eine Werkstatt gemacht wurde. Jedenfalls nicht von einer Fachwerkstatt, die hätten im Stecker neue Pinne verwendet.
    Da Braun üblicherweise als Masse verwendet wird, werde ich diese nicht mit ein der Batteriepolen verbinden. Ein Eingang am Steuergerät falsch belegen wird mir zu teuer.
    Fraglich ist hier, warum wurde die Originalader getrennt und wofür? Ich sehe keinen erdenklichen Zusammenhang mit den Ölschalter/relais.
    Reicht es nicht den Ölschalter bei laufenden Motor abzustecken um die Funktion zu testen?

    Grüße aus MG
     
  4. US1111

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    Laut Schaltplan ist das schwarz/braune Kabel die Spannungsversorgung für den Ölstandschalter (bzw dessen Relais) und der Hinterradbremse. Beides dürfte nach deiner Beschreibung nicht funktionieren.
    Offenbar hat da jemand Zündungsplus für irgendein Zubehör abgezweigt, welches vor dem Verkauf der Maschine wieder lieblos herausgerupft wurde. Wenn du Plus oder Minus auf die Öse gibst, zerschießt es dir wahrschenlich das Steuergerät. Bei Minus mit Glück nur eine Sicherung.

    Zum Thema Schalter prüfen: Die R6 führt beim Einschalten der Zündung einen Selbsttest aus. Dabei soll für einige Sekunden die Kontrolllampe für Ölstand/Kühlwasser aufleuchten. Näheres findest du in der Betriebsanleitung auf Seite 3-5. Falls du keine Anleitung hast, kannst du sie dir hier herunterladen: https://www.yamaha-motor.eu/de/services/owner-manuals/index.aspx

    Bzw hier: https://cdn.yamaha-motor.eu/owner-manuals/Motorcycles/U5EBG2.PDF
     
  5. Stylewalker

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    Dass das so nich original ist, ist natürlich klar.
    @US1111: Die Leitung kommt doch von der Sicherung (ist also eine Zuleitung), geht dann zum Bremslichtschalter und Ölrelais, und geht aber doch auch weiter zum Steuergerät. Und wenn die Ader erst kurz vorm Steuergerät getrennt wurde, kann Ölstand und Licht trotzdem funktionieren.
     
  6. US1111

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    Hoppla... das sieht mir nach einem Fehler im Schaltplan aus... im WHB sind ja 2 Pläne hintereinander, einer für Europa, einer für Australien. Ich hatte den europäischen genommen, da fehlt die jedoch der Knotenpunkt zur Sicherung...
    Ich dachte schon, einer von uns kann den Plan nicht lesen... das verändert die Sachlage natürlich. Somit wurde dem Steuergerät also einmal Zündungsplus genommen.
     
  7. Stylewalker

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    Stimmt.
    Da sind ja sogar 4 Pläne. Erst die für BJ1999 und dann kommt noch der Anhang für 2000.
    Und ich sehs grad auch: Im 2000er für Europa ist kein Knotenpunkt. In den drei anderen ist er. Wäre sonst auch komisch wenn das Licht über die CDI laufen würde...
    Die CDI bekommt ja noch über eine andere Leitung Plus. (Die, die über den Kill-Schalter läuft). Daher gibts da wahrscheinlich im normalen Betrieb keine Auffälligkeiten...
     
  8. US1111

    US1111 Navigator Mitarbeiter

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    Also alles schön isolieren und weiterfahren :laughing:
    ..auch wenn das nicht im Sinne des Erfinders ist. Somit ist das Steuergerät nun nur noch mit 15A statt mit 20A abgesichert.
     

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